Möglichst viele Museumstage – Datentreiberin Sarah Stemmler im Interview

Unsere Datentreiber-Expertin Sarah ist nicht nur Data-Scientist, sondern auch Führungskraft & eine begeisterte Lehrerin, die möglichst viele Museumstage, auch bei ihrer täglichen Arbeit sammeln möchte. Lernen Sie Sarah jetzt im Interview kennen!

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Wir besuchen Sarah Stemmler im schönen Passau. Geprägt von einer jahrhundertealten Geschichte und dem Entwicklergeist, der nur einer Studentenstadt zugeschrieben werden kann, fließen in dieser bayrischen Stadt neben drei Flüssen ständig Ideen und Fortschritt. Sarah ist hier seit 2013 zu Hause und hat vor sechs Monaten gemeinsam mit ihrem Partner Sebastian Henneberg die synsugar GmbH gegründet. Zuvor war Sarah zwei Jahre bereits als freiberufliche Datenberaterin tätig. Im Interview mit Datentreiber erzählt sie uns, woher ihre Begeisterung für die Welt der Daten kommt und wie sie auf Datentreiber aufmerksam wurde.

Wer bist du und was machst du?

Ich bin Sarah Stemmler und ehemalige Data Scientist. Ich habe mich 2020 als Beraterin für Data und Analytics selbstständig gemacht. Im Mai dieses Jahres haben wir die synsugar GmbH gegründet. Wir das sind mein Lebenspartner Sebastian Henneberg und ich.

Anfangs habe ich neben der Beratungstätigkeit selbst noch in Projekten Daten aufbereitet und analysiert. Ich habe diesen Mix gebraucht, um mich zu orientieren und zu erkennen, was mir persönlich wirklich wichtig ist. Zu dieser Zeit habe ich mich intensiv mit dem Thema Datenstrategie auseinandergesetzt und bin so auf Datentreiber aufmerksam geworden. In der Datenstrategie-Design-Methode werden Data Analytics Themen und Design Thinking kombiniert. Das ist enorm wirkungsvoll und genau mein Ding.

Neben der Beratung teilen Sebastian und ich eine weitere Leidenschaft: die Lehre, Ausbildung oder Weiterentwicklung von Menschen. Im Sommer dieses Jahres haben wir diese Idee konkretisiert. Denn wir wollen mehr Tech-Experten für Führungsaufgaben begeistern und qualifizieren.

Sprichst du von der kürzlich gelaunchten Tech Leaders Academy? Die LinkedIn-Community wartete gespannt darauf.

Ja genau. In der Tech Leaders Academy, die ein Produkt der synsugar GmbH ist, verfolgen wir genau dieses Ziel. Jahrelang haben wir selbst erlebt, dass Teams oder Fachkräfte und da sind, „Techies“ keine Ausnahme nur gut performen bei sehr guter Führung. Ein Tech-Experte ist nicht gleich eine gute Führungskraft, auch wenn oft in jungen Jahren diese Rolle bereits von ihm oder ihr ausgefüllt werden soll.

Wie genau sieht das Programm aus?

Wir bieten den jungen Führungskräften ein 6-wöchigen berufsbegleitenden Kurs an. Jede Woche findet ein interaktiver Workshop statt, individuelle Coachings ergänzen alles und praktische Aufgaben im eigenen Unternehmen sorgen dafür, das Gelernte gleich mal anzuwenden bzw. auszuprobieren.

Selbstverständlich ist auch der Austausch innerhalb der Gruppe (ca. 10 – 12 Personen) für alle von Vorteil. Wir alle kennen das Gefühl, dass es nur uns mit bestimmten Themen entsprechend geht. Oft kämpfen viele Menschen mit ganz ähnlichen Herausforderungen im Arbeitsalltag und haben bestenfalls bereits wirkungsvolle Lösungsstrategien entwickelt. Wir wollen so wenig wie möglich mit Theorie langweilen, sondern richtig zum Handeln motivieren und eventuell auftretende Berührungsängste auflösen.

Sebastian und ich werden erstmal unsere Erfahrungen als Teamleiter, aus Beratung und Selbstständigkeit in eben diesem Bereich an die Teilnehmer:innen weitergeben. Gemeinsam mit weiteren starken Vorbildern, die modernes Leadership leben, helfen wir den jungen Talenten beim Weiterkommen. Wer sich dieses Jahr noch anmeldet, profitiert noch von unserem Launch-Preis von 1.850 € ohne und 2.600 € mit individuellem Coaching.

Wann waren deine ersten Berührungspunkte zur Welt der Daten?

 Als ich 2013 für mein Masterstudium in BWL an die Uni ins schöne Passau kam, gab es einige Pflichtfächer, darunter auch Statistik. Gezwungenermaßen musste ich mich also mit Daten beschäftigen. Ich fand es schnell sehr spannend und inspirierend, da ich es wie ein praktisches Handwerkzeug empfand. Ab dem 2. Semester besuchte ich begeistert die Statistik-Vorlesungen und Seminare. Für meine Masterarbeit habe ich dann Daten bekommen und durfte diese analysieren. Es ging um Online-Kaufdaten von einem Lebensmittelhersteller. Diese analysierte ich, ob sich das Online-Kaufverhalten in Berlin je nach Stadtteil bzw. Milieu unterscheidet.

Was ist deine geheime Superkraft?

Ich bin eine Brückenbauerin zwischen Data- und Business-Seite. Jemand der beide Seiten versteht, nennt man auch Data-Translator. Beim Verstehen der sehr unterschiedlichen Bereiche hilft mir meine starke Empathie für Menschen. Unter anderem kann ich Menschen deshalb so gut lesen, weil ich schon sehr lange als Mentor aktiv bin und viele Menschen gecoacht und weiterentwickelt habe. Was mir immer viel Freude macht, fachfremden Menschen, die mit Daten und KI-Themen noch kaum Berührung hatten, diesen Bereich näher zu bringen.

Was macht dich zur Datentreiberin?

Wir Datentreiber:innen treiben unsere Kunden voran. Auf nette Art kann ich unsere Kunden zu ihrem Glück zwingen. Neben meiner sehr stark strategischen und analytische Denkweise, verfüge ich über eine sympathische Durchsetzungsgabe und kann so gemeinsam mit unseren Kund:innen diese zu Höchstleistung motivieren.

Wie trägst du zum Unternehmenserfolg unserer Kunden bei?

Ich fokussiere mich auf das Wesentliche. Wie das ein guter Coach eben tut, liefere ich Hilfe zur Selbsthilfe, Wir wollen unsere Kunden nicht lange begleiten oder für sie ihre Projekte umsetzen, stattdessen helfen wir ihnen dabei einen Rahmen zu stecken. Hierbei ist die Methode des Datenstrategie-Designs ein wirkungsvolles Werkzeug. Die erste Kehrtwendung ist die Sicht auf die Nutzbarkeit, bzw. den Nutzer der technischen Lösung. Viele wollen alles mit Technologie erschlagen und verlieren den Blick auf den Menschen, der ja am Ende die Lösung entweder kauft oder anwendet. Hin zur Nutzerperspektive zum Beispiel mit Hilfe des Analytik-Anwendungsfall-Canvas.

Ist das Analytik-Anwendungsfall-Canvas dein persönliches Lieblingscanvas?

Tatsächlich ja. Als ich selbst noch auf der technischen Seite saß, habe ich nämlich genau das falsch gemacht. Anstatt beim Nutzer zu beginnen habe ich mir tolle technische Lösungen überlegt, die entweder keinen Nutzen hatten oder vom Nutzer keine Akzeptanz erfahren haben. Jetzt fange ich richtig auf der rechten Seite an und überlege zuerst: Was ist das Problem des Nutzers? Ich versuche die Lösung des Problems aus Nutzersicht (nicht-technisch/-analytisch) zu finden und konzentriere mich dann erst auf die Lösung und welchen Nutzen diese für den Nutzer hat.

Was waren die Learnings, die du aus den Kundenprojekten bisher gezogen hast?

Nachdem ich als Datentreiber-Expertin im Februar 2022 zertifiziert wurde, habe ich gemeinsam mit Georg Arens und Martin Szugat die Chance bekommen an einem sehr komplexen Projekt mitzuwirken. Hier habe ich gelernt, dass wir manchmal viel weiter vorne anfangen müssen. Erstmal müssen wir ein Umdenken im Unternehmen anstoßen und die Kultur muss hier mitziehen. Was ist eine Datenstrategie? Wozu brauchen wir diese? Ein Spruch, der von Martin auch immer wieder zitiert wird: „Culture eats Strategy for breakfast.“ Dem stimme ich zu 100 % zu. Wenn ein Unternehmen nicht bereit für den Wandel ist, geht es auch mit der besten Methode und den besten Werkzeugen nur in sehr kleinen Schritten voran. Eine gut strukturierte Methode, wie die des Datenstrategie-Designs und die Canvas-Werkzeuge helfen jedoch enorm hier etwas zu bewirken.

Was ist dein Tipp für Unternehmen, die datengetrieben werden wollen?

Viel Experimentieren, lieber kleine Loops als ein großes Projekt, in das die ganze Energie und Kraft verwendet wird und dann einfach mal loslegen. Es ist von Vorteil, wenn man schon weiß, wo die Reise hingeht und bereits erste Gehversuche unternommen hat. Wenn man dann nicht weiterkommt, sind wir sofort da und bieten Unterstützung und Begleitung.

Was treibt dich persönlich an?

Ich möchte möglichst viele Museumstage sammeln und bin deshalb ein großer Freund von Veränderung, Weiterentwicklung und Abwechslung. Wer den Bestseller „Big Five for Life“ von John Strelecky kennt, weiß wovon ich spreche. Es geht darum möglichst viele Momente oder Erlebnisse im Leben zu sammeln, damit man dann am Ende auf wunderbare Dinge zurückblicken kann. Das kann für mich ein spannender Tag in der Arbeit sein oder ein schöner Tag in den Bergen. Ich wähle sehr gut aus, womit ich meine Zeit verbringe. Ich fokussiere mich immer wieder auf die Dinge, die mir besonders wichtig sind.

Vielen Dank für dieses wunderbare Interview. Es ist uns eine Ehre und Freude mit dir gemeinsam unsere Kunden voranzutreiben.

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